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Der Einsatz Automatischer Identifikationssys-teme, kurz Auto-ID
wird immer durch das Kosten/Nutzen Verhältnis bestimmt. So
ist der Einsatz eines Tag von 40 Eurocent an einem Joghurtbecher
schlicht unwirtschaftlich. Auch ist der Austausch aller Einkaufswagen
(Draht-gitter => Faradayscher Käfig) bei den geringen Margen
im Handel eher unwirtschaftlich.
Einzelhandel
Dennoch: In der Öffentlichkeit wird das Auf-kommen
von RFID-Tags im Einzelhandel stark propagiert. Einige Hersteller
haben, trotz
meist noch fehlender Anwendungsmöglichkeiten, bereits begonnen, RFID-Tags in ihre Produkte zu integrieren. Eine Standardisierungsinitiative
von UCC und EAN International hat Anfang 2004 den Electronic Product
Code (EPC) ent-wickelt, der weltweit eindeutig Waren iden-tifizieren
soll. Die EZB hat vorgeschlagen, RFID-Tags auf Geldscheinen anzubringen,
um damit gefälschte Banknoten einfacher erkennen zu können.
Tierkennzeichnung
Eine andere Anwendung ist die Tierkennzeichnung. Statt sichtbarer Markierungen, wie Brandzeichen oder Tätowierungen, werden Tiere mit Tags aus-gestattet. Anstatt wie bisher mit Hundemarke werden ab 2004 alle Hunde in Wien mit Hilfe von RFID-Tags gekennzeichnet. Damit können dann Besitzer von verloren gegangenen oder ausgesetz-ten Tieren ermittelt werden.
Sportliche Veranstaltungen
Bei sportlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Marathonläufe, erfolgt die Zeitmessung
der Sportler durch ein RFID-System. Die Läufer tragen einen Transponder
am Schuh. Auf dem Boden sind Antennen ausgelegt, die eine Kommunikation zwischen
Lesegerät und Transponder ermöglichen. |
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Leihbüchereien
Für Leihbüchereien werden RFID-Tags ebenfalls
interessant. In der neuen
Wiener Hauptbücherei dienen RFID-Tags der Bestandskontrolle. Einige RFID-Reader
sind im Prinzip in der Lage, spezielle Tags stapelweise und berührungslos
lesen zu können. Dieses Leistungsmerkmal bezeichnet man mit Pulklesung.
Das bedeutet etwa bei der Entleihe und Rückgabe, dass die Bücher nicht
einzeln aufgelegt und gescannt werden müssen. An den Türen und Aufgängen
befinden sich Gates, die wie Sicherheitsschranken in den Kaufhäusern ausse-hen.
Sie kontrollieren die korrekte Entleihe.
Zutrittskontrolle
Bei den herkömmlichen Zutrittskontrollsystemen ist die Handhabung umständlich.
Die Chipkarten müssen in der richtigen Lage in ein Lesegerät gesteckt werden.
Schon bei geringen mechanischen Defekten der Chipkarte treten Lesefehler auf.
RFID-Systeme haben einen großen Vorteil gegenüber den herkömmlichen Zutrittskontrollsystemen.
Der Transponder muß nur in einem geringen Abstand am Lesegerät
vorbeigeführt werden. Es gibt sogar Systeme bei denen der Transponder nicht
einmal mehr aus der Tasche genommen werden muß.
Behälteridentifikation
Jeder Behälter ist mit einem Transponder versehen. Auf dem Transponder können
verschiedene Daten gespeichert werden, wie zum Beispiel Art des Inhalts, die Firma,
das Volumen, der max. Fülldruck, usw.. Durch den Einsatz eines RFID-Systems gibt
es keine Verwechslungen bei Behältern mehr.
Bei jeder neuen Befüllung eines Behälters erhält der Inhalt ein „Verfallsdatum“, das
auf dem Transponder gespeichert wird. |